Der Ordner für die DIP$-Freigabe ist meist dynamisch abgelegt. Beachten Sie: Der Ordner sollte niemals direkt auf C:\ liegen. In ihm befinden sich Skripte, Installationsdateien, Betriebssysteme und Treiber, die durch Operatoren der baramundi Management Suite erstellt und abgelegt werden.

Die baramundi Management Suite verwendet für den Zugriff auf einen DIP primär den Netzwerkbenutzer der Domäne, die einem Gerät zugeordnet ist. In aller Regel beschränken sich diese Operationen auf lesende Zugriffe. Auf den primären DIP greift zusätzlich auch der Administrationsbenutzer der baramundi-Management-Suite-Serverdomäne lesend zu. Das Benutzerkonto wird verwendet, um bDS-Skripte zum Transfer an Jobziele zu verpacken (kann der Administrationsbenutzer bDS-Skripte nicht vom primären DIP lesen, schlagen sämtliche Software verteilen- und Applikation deinstallieren-Jobschritte fehl). Zugriffsrechte der Gruppe Benutzer und des Templates Ersteller/Besitzer sollten Sie in jedem Fall entfernen.

Empfehlung uBDS-Dateien

Da der lesende Zugriff für die Domänen-Benutzer entzogen wurde, ist die Empfehlung, die Skripte lokal auf den Client zu kopieren (Option in der Applikation). Eine zweite Möglichkeit ist, alle uBDS-Skripte in einem eigenen Ordner abzulegen und den Benutzern darauf lesende Rechte zu geben. Es ist nicht notwendig, die Benutzer bereits auf höherer Ebene zu berechtigen, da der Zugriff über den UNC-Pfad erfolgt. Beispielpfad: \\bMS-Server.domain.local\DIP$\Scripts\uBDS

Variierende Berechtigungen im DIP

Je nach Modul müssen die Zugriffsrechte des Netzwerkbenutzers sowie anderer zulässiger Benutzerkonten erhöht werden. Sie benötigen zum Beispiel Schreib- und Ändern-Rechte für den Netzwerkbenutzer bei Jobs mit den folgenden Schritten:

Jobschritte, die Skripte für die Softwareverteilung (install/update/uninstall) nutzen oder als serverseitige Aktionen ausgeführt werden, benötigen ebenfalls, je nach Inhalt, schreibende Zugriffe.

bDS-Dateien sicher verwenden

bDS-Dateien können sicherheitskritische Informationen beinhalten, dazu zählen Benutzernamen, Kennwörter, Lizenzschlüssel und mehr. Um das Risiko eines unberechtigten Zugriffs auf derlei Daten zu minimieren, empfehlen wir, sensible Informationen stets in benutzerdefinierten Variablen vom Typ Passwort abzulegen. Solche Variablen werden zu keinem Zeitpunkt unverschlüsselt auf Zielsystemen vorgehalten.

In den Skripteigenschaften eines bDS sollte das Logging deaktiviert sein, sodass durch Lektüre der bMA.log keinerlei Informationen gewonnen werden können.

Dateisystemberechtigungen

Die folgende Tabelle zeigt, welche Ordner genauer betrachtet werden sollten. Wichtig: Wird ein Ordner nicht genutzt, werden auf diesen auch keine Rechte für den externen Zugriff vergeben!

{DIP}

Ordner

Benutzer/Gruppen

Berechtigung

„Gesamt“

baramundi-Management-Suite-Operatoren

Ändern

 

svc_baraAdmin

Lesen

 

svc_baraNet

Lesen

baramundi Management Suite (bMS)

svc_baraAdmin

Ändern (wenn Compliance auf DIP ausgelagert)

 

Computeraccounts (Domänen-Computer)

Lesen (Installation des baramundi Management Agents mit LocalSystem)

{DIP}\ManagedSoftware\source

Ordner

Benutzer/Gruppen

Berechtigung

MicrosoftOfficeC2R

svc_baraNet

Ändern (wenn Office über MSW)

{DIP}\Scripts

Ordner

Benutzer/Gruppen

Berechtigung

uBDS

(Domänen-)Benutzer

Lesen (ggf. Ausführen benutzerdefinierter Skripte)

Freigabeberechtigungen

Die folgende Tabelle zeigt die Freigabeberechtigungen. Der Standard von Microsoft sieht vor, dass auf die Freigabe die Gruppe „Jeder“ das Recht „Vollzugriff“ bekommt. Empfehlenswert ist jedoch, auch hier mit AD-Security-Gruppen zu arbeiten.

Freigabe

Benutzer/Gruppe

Berechtigung

DIP$

svc_baraAdmin

  • Lesen

  • Ändern (wenn Compliance auf DIP ausgelagert)

 

svc_baraNet

Ändern

 

(Domänen-)Benutzer

Lesen

 

Computeraccounts (Domänen-Computer)

Lesen

 

baramundi-Management-Suite-Operatoren

Ändern

Verteilte DIP-Server

Werden zusätzliche DIP-Server eingesetzt, müssen auch diese betrachtet werden. Da in der Regel nur auf dem Haupt-DIP-Server gearbeitet wird, kann hier die Berechtigung einfach und gleichzeitig restriktiver eingerichtet werden. Folgende Tabelle zeigt, welche Berechtigungen gesetzt sein sollten:

Berechtigung

Benutzer/Gruppen

Lesen (gesamter DIP)

  • svc_baraAdmin

  • svc_baraNet

  • baramundi-Management-Suite-Operatoren

Lesen

  • bMS-Ordner: Computeraccounts (Domänen-Computer)

  • uBDS-Ordner (Scripts): Domänen-Benutzer

Ändern

svc_baraNet (abhängig von Aufgabe):

  • Datensicherung durchführen

  • Image von einem Laufwerk erstellen

  • Festplatte vollständig löschen (für LOG-Datei)